Pioniere der Geistheilung
Pioniere des Heilens mit dem Geist
 Harry Edwards  - Heiler der Superlative
Harry Edwards Pionier der GeistheilungEs gibt wohl keinen Geistheiler, der mehr Patienten behandelt hat als Harry Edwards. Ursprünglich Drucker mit politischen Ambitionen,  geriet er an einer spiritualistischen Veranstaltung an ein Medium, welches ihm bekannt gab ein ausgezeichnetes Instrument für das geistige Heilen zu sein. Er  machte  seine ersten Versuche, welche derart erfolgreich waren und in deren Folge ein derart grosser Besucherstrom entstand, dass er sein Leben vollumfänglich dem Heilen widmete. Es gibt tausende von Heilungsberichten und in selbst aussichtlosen Fällen wurden Heilungen oder Verbesserungen durch seinen Einsatz möglich. Dies obwohl er die überwiegende Zahl seiner Patienten  nicht einmal persönlich zu Gesicht bekam. Eine unglaubliche Anzahl von Briefen mit der Bitte um Fernhilfe erreichte ihn aus aller Welt. Spiritual Healer Harry Edwards at workIn den über 40 Jahren seines Wirkens  suchten ihn monatlich  überdies bis zu zweitausend Hilfesuchende in seinem abgelegenen Sanctuarium in Shere Südengland auf. Bekannt wurde er auch durch seine öffentlichen Heilungsdemonstrationen, welchen - wie in der Royal Albert Hall in London - bis zu fünftausend Leute beiwohnten. Seine erklärte Aufgabe war es, das Wissen um das geistige Heilen zu verbreiten und zu popularisieren. So setzte er sich auch für die Zusammenarbeit zwischen Schulmedizin und Geistheilung ein, was letztlich dazu führte dass heute in England beide Disziplinen erfolgreich zusammenarbeiten. Er setzte Geistheilung in einen spiritualistischen Kontext und sprach von spirit doctors, welche die Erfolge erst ermöglichen und verstand das Heilen als medialen Akt. Vom christlichen Kulturkreis geprägt setzte er auch Bezüge in die religiöse Richtung, was ihm einen eher unerfreulichen Kontakt mit der Anglikanischen Kirche und einen tendenziösen erzbischöflichen Untersuchungsbericht einbrachte. Edwards legte seine Erkenntnisse in verschiedenen Werken dar, von denen nur eines - sein Hauptwerk  - auf deutsch übersetzt wurde. Erschienen sind:
The Power of Spiritual Healing  -    Spirit Healing -     A guide to the understanding and practise of Spiritual Healing (auf deutsch: Geistheilung, Bauer Verlag) -
Thirty Years as a Spiritual Healer -   Life in Spirit -  The Mediumship of Jack Weber                                                                        

  
   
Geistheiler Billy ParishBilly Parish - der gewandelte Zweifler  

Parish, ursprünglich Verfechter der Meinung, spirituelles Heilen sei etwas für geistig beschränkte Frauen und   Männer die nicht denken, wandelte sich zu einem erfolgreichen Geistheiler und behandelte über 500 000 Hilfesuchende entweder durch Kontakt- oder durch Fernhilfe. Auf seine Fähigkeiten als Heiler wurde er ebenfalls durch eine Medium aufmerksam gemacht, als seine Ehefrau an Krebs erkrankte. Nachdem er seiner Frau helfen konnte und dies ärztlicherseits und unzweideutig bestätigt wurde, widmete auch er sich ausschliesslich dem Heilen.

    

   


Frederic Jones Pionier der GeistheilungFrederik Jones - der Mann der völligen Hingabe

    Jones war der erste englische Geistheiler der einen grossen Zulauf an Hilfesuchenden erhielt. Zum Heilen kam er anlässlich des Besuchs einer spirituellen Entwicklungsgruppe. Er vernahm hellhörend eine Stimme, die ihn um seine Zustimmung, als Heilmedium tätig zu werden bat. Daraufhin begann er in einer Gruppe von sechs Patienten in Wimbledon erste Versuche. Der Erfolg blieb nicht aus und Jones widmete sich fortan ebenfalls nur noch dem Heilen. Als ein Arzt eines Tages 12 Patienten schickte und um Diagnosen bat, zu denen Jones dank spiritueller Hilfe in der Lage war, stellte er 10 korrekte Diagnosen. Verunsichert untersuchte der Arzt die zwei Fehldiagnosen und musste feststellen, dass der Fehler bei ihm lag.Geistheiler Frederic Jones
 

 Jones behandelt in seinen Spitzenzeiten bis zu 28'000 Patienten jährlich, die meisten durch Kontaktbehandlung. Er starb 1933 mit 48 nach elf Jahren des erfolgreichen Heilens.  Zeitgenossen meinen, er habe in seiner Hingabe und Demut an den Heilungsdienst keine Rücksicht auf seine Konstitution genommen, weshalb er so jung gegangen sei. Anders als  Edwards und Parish war Jones ein Trancemedien und verbrachte täglich mehrere Stunden in Trance beim Heilen.

 

    

Francis Schlatter Geistheiler und Mysterium Francis Schlatter - der Geheimnisvolle

Eines Abends im July 1895 als Alderman E.L. Fox, einer der Stadtväter von Denver, Colorado die Abendausgabe der Lokalzeitung aufschlug, fiel sein Blick auf die Schlagzeile "Wunderbare Heilungen durch einen bemerkenswerten Französisch-Amerikaner namens Francis Schlatter". Er war elektrisiert und beschloss, Schlatter aufzusuchen und um Hilfe für seine beginnende Taubheit und ein chronisch-schmerzendes Nierenleiden zu bitten. Am nächsten Tag reiste er nach Albuquerque, New Mexico und fand den Heiler in einem kleinen Haus in der Altstadt. Er traf ihn derart umlagert von Masse von Besuchern, dass die Atemluft knapp wurde im Raum. "Vom ersten Moment als ich den Heiler erblickte spürte ich, dass ich geheilt würde und meine Hoffnungen haben sich bestätigt. Ich blieb eine Woche bei ihm und sah welche Heilkraft dieser Mann hatte.", so Fox später.

     Er lud Schlatter nach Denver ein und schickte ihm ein Zugticket. Dieser kam in der Nacht vom 23. August in Denver an. Er begann seine Heilungssitzungen und behandelte zwischen 700 und 2'000 Personen im Tag. Dabei bestand seine Methode im wesentlich darin, dass er die Hände der Hilfesuchenden kurz in seine Hände nahm und sie für eine Weile hielt. Die Patienten verspürten dabei einen leichten elektrischen Schlag und eine Kribbeln, gefolgt von Wärme in der einen und Kälte in der anderen Hand. Die Heilungen erstreckten sich über alle Formen von Erkrankungen. Die Kunde über seine Erfolge ging über das Land, die Zeitungen berichteten in fetten Lettern und aus allen Ecken den USA tauchten die Hilfesuchenden in Riesenscharen auf. Schlatter heilte jeden Tag sechs Stunden ununterbrochen.

Bis zur Nacht des 13. Novembers. An diesem Abend ging er wie gewohnt ins Bett, nachdem er noch ein wenig in der Bibel gelesen hatte. Am kommenden Morgen um sechs, seiner gewohnten Aufstehzeit, war kein Geräusch aus seinem Zimmer zu hören. Fox öffnete die Tür zu Schlatters Zimmer. Das Bett war leer, auf dem Kopfkissen lag ein Umschlag, darin ein Zettel mit folgendem Text: "Mr. Fox, meine Mission ist beendet und Vater nimmt mich weg. Good-bye, Francis Schlatter. Nov. 13"

Schlatter wurde seither nicht mehr gesehen.

    

Heiler Bruno GröningBruno Gröning - verehrt und verfolgt

Bruno Gröning, 1906 in Danzig geboren und nach dem Krieg als Heimatvertriebener nach Westdeutschland emigriert, war Zimmermann, Fabrik- und Hafenarbeiter, Telegrammzusteller und Schwachstrommonteur bevor er ins Zentrum grossen öffentlichen Interesses kam. Der Höhepunkt seines Wirkens fällt in die 50er Jahre. 1949 rückte der Name Bruno Gröning über Nacht ins Schlaglicht der Öffentlichkeit. Presse, Funk und Wochenschau berichteten über seine Heilungen.  Kein Heiler vor ihm erregte im deutschsprachigen Raum mehr Aufmerksamkeit. Er wurde Ziel eigentlicher Pilgerfahrten für tausende von Heilungssuchenden. In allen Bevölkerungsschichten wurde heftig und kontrovers über den Fall Bruno Gröning diskutiert. Die emotionalen Wellen brandeten hoch. Geistliche, Ärzte, Journalisten, Juristen, Politiker und Psychologen: alle sprachen über Bruno Gröning. Seine Wunderheilungen waren für die einen Gnadengeschenke einer höheren Macht, für die anderen Scharlatanerie. Doch die Faktizität der Heilungen wurde durch medizinische Untersuchungen belegt.

     Ein Kinofilm wurde gedreht, wissenschaftliche Untersuchungs-kommissionen einberufen, und die Behörden befassten sich mit ihm. Gerade in Deutschland hatten und haben es geistige Heilweisen ja besonders schwer und so folgten Prozesse und Heilverbote. Bruno Gröning starb im Januar 1959 in Paris, gewissermassen im Exil.